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Masern

Masern sind eine durch das Masernvirus verursachte, weltweit verbreitete, akute Infektionskrankheit, die durch ein grippeähnliches Vorstadium und ein exanthematisches Hauptstadium gekennzeichnet ist. Es wird geschätzt, dass jährlich etwa 50.000 bis 60.000, in manchen Jahren sogar bis zu 100.000 Personen in Deutschland an Masern erkranken. Aufgrund ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit treten Masern meist als Kinderkrankheit auf und hinterlassen eine lebenslange Immunität. Die Erkrankung wird anhand ihrer Symptome, insbesondere der charakteristischen Hautveränderungen, diagnostiziert. Die Therapie erfolgt symptomatisch. In den westlichen Industrieländern führen die Masern bei 10 bis 20% der Erkrankten zu Komplikationen. Diese sind von besonderer Bedeutung, da sie nicht nur häufig sind, sondern auch mit einer erhöhten Letalität einhergehen und die Prognose der Erkrankung bestimmen. Die Masernerkrankung kann durch die Masernschutzimpfung vermieden werden!

Allgemeines
Masern sind weltweit verbreitet. Aufgrund ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit treten die Masern meist als Kinderkrankheit auf. Von entscheidender Bedeutung für den Krankheitsverlauf sind die häufig auftretenden Komplikationen. Vor diesem Hintergrund sollten sich Eltern unbedingt für eine Schutzimpfung ihrer Kinder entscheiden. Dazu einige eindrucksvolle statistische Angaben:
Nach Schätzungen der WHO sterben jedes Jahr ca. 1 Million Menschen an den Folgen einer Masernerkrankung. In den Entwicklungsländern gehören die Masern beispielsweise zu den häufigsten Ursachen für Erblindungen. Die WHO hat sich daher das Ziel gesetzt, nach der Ausrottung der Pocken durch Impfungen, nunmehr die Masern dauerhaft zu beseitigen. Weltweit sind leider gravierende Unterschiede bei der Impfbeteiligung zu bemerken. Insbesondere in Deutschland ist die Bereitschaft, Kinder gegen Masern impfen zu lassen, schlecht. Ein Negativbeispiel für die Folgen einer Ablehnung der Impfung war 1999 in einem sehr religiösen Gebiet in der Region um Utrecht in den Niederlanden zu beobachten. Die dort lebenden Calvinisten lehnten und lehnen jede Art von Impfung ab. Bei einer Masernepidemie erkrankten 2960 Menschen, 510 von ihnen entwickelten Komplikationen. Bei 5 Patienten trat eine Masernenzephalitis auf und 3 Kinder verstarben.
In den letzten Jahren hat sich die Diskussion über Nutzen und Risiken von Impfungen bei Kindern erheblich verstärkt. Man schätzt, dass es etwa pro 100.000 Impfungen zu einem so genannten Impfschaden kommt. In dieser Zahl sind auch geringfügige Zwischenfälle ohne bleibende Folgen, wie z.B. Fieber oder eine Hautrötung an der Injektionsstelle, eingeschlossen. Bei einer Anzahl von ca. 200.000 Impfungen ist mit einem Zwischenfall mit bleibenden Schäden zurechnen und ca. bei 500.000 Impfungen nimmt man 1 Todesfall an. Aufgrund der häufig auftretenden Komplikationen der Masernerkrankung muss jedoch festgestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit bleibender Schäden durch die Erkrankung selbst wesentlich größer ist als durch Impfungen. Dies gilt insbesondere auch für Todesfälle. Bei einer Erkrankung rechnet man etwa mit 1 Todesfall pro 50.000 Erkrankungsfällen, bei 1 Todesfall auf 500.000 Impfungen.

Ursachen, Übertragung
Der Erreger der Erkrankung ist das Masernvirus . Es gehört zur Gattung Morbillivirus und zur Familie der Paramyxoviridae. Das Masernvirus ist lympho- und neurotrop, d.h. es befällt bevorzugt Zellen des Immun- und Nervensystems. Dabei entstehen unter anderem Riesenzellen, die im Frühstadium der Erkrankung bereits im Nasensekret nachweisbar sind.
Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also z.B. durch Husten, Niesen oder Sprechen. Die Eintrittspforten sind die Schleimhäute der Atemwege und die Bindehaut des Auges. Die Kontagiosität, d.h. die Ansteckungskraft als Voraussetzung für eine Infektion, ist sehr groß. Die Gefahr, sich bei einem Erkrankten anzustecken, ist während des Prodromalstadiums am größten und nimmt bis zum 3. Tag des Exanthemstadiums ab. Beide Stadien sind im Abschnitt zu den Symptomen näher erläutert. Der Manifestationsindex der Erkrankung ist sehr hoch, er beträgt 99%. Dies bedeutet, dass von 100 infizierten Personen 99 erkranken.
Säuglinge von Müttern, die immun sind, die also entweder eine Masernerkrankung durchgemacht haben oder geimpft wurden, sind bis zum 6. Lebensmonat durch diaplazentar, also über die Gebärmutter, übertragene Antikörper vor einer Maserninfektion geschützt.

Häufigkeit
Von der Erkrankung sind bevorzugt Klein- und Schulkinder betroffen. In der ehemaligen DDR war die Erkrankung aufgrund der konsequent durchgeführten Impfungen der Kinder sowie der bestehenden Meldepflicht recht selten. Für die Bundesrepublik Deutschland schätzt man 50.000 Erkrankungsfälle pro Jahr, wobei beachtet werden sollte, dass die Erkrankungshäufigkeit in den Entwicklungsländern erheblich größer ist. Die Sterblichkeit liegt in Deutschland bei ca. 1 von 50.000 Erkrankten, wobei in den Entwicklungsländern die Sterblichkeit der betroffenen Kindern erheblich höher ist. In dem neuen Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist, wie oben erwähnt, eine Meldepflicht für die Erkrankung eingeführt worden und soll u.a. genauere Zahlen für die bisher nur grob geschätzte Häufigkeit der Erkrankung liefern. Aufgrund der großen Ansteckungskraft und des hohen Manifestationsindex ist die Durchseuchung in der nichtgeimpften Bevölkerung allerdings recht groß.

Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 9 und 11 Tagen, gelegentlich auch 2 Wochen.

Symptome
Es können 2 aufeinanderfolgende Stadien der Erkrankung unterschieden werden: das mit grippeähnlichen Symptomen verlaufende Prodromalstadium und das durch charakteristische Hautveränderungen gekennzeichnete Exanthemstadium . Die Erkrankung ist durch einen zweigipfligen Verlauf der Fieberkurve gekennzeichnet, der erste Gipfel findet sich während des Prodromalstadiums, der zweite zu Beginn des Exanthemstadiums.

Prodromalstadium
Während des Prodromalstadiums treten allgemeine Symptome, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen auf. Die Patienten haben ein aufgedunsenes Gesicht. Als Ausdruck einer Konjunktivitis, also einer Infektion der Bindehaut des Auges, bestehen eine ausgeprägte Lichtscheu sowie ein verstärkter Tränenfluss. Häufig werden ein trockener, bellender Husten sowie Schnupfen beobachtet. Charakteristisch für die Erkrankung sind Veränderungen an der Mundschleimhaut. Ab dem 2. bis 3. Tag der Erkrankung treten an der Wangenschleimhaut weißliche, kalkspritzerähnliche, festhaftende Beläge auf, die von einem geröteten Hof umgeben sind. Diese Veränderung bezeichnet man als Koplik-Flecken. Sie sind pathognomonisch, d.h. kennzeichnend, für die Masernerkrankung. Am 3. Erkrankungstag tritt ein Exanthem, also eine Rötung, der übrigen Mund- und Rachenschleimhaut auf. Zu diesem Zeitpunkt findet sich auch der erste Gipfel der Fieberkurve. Das Prodromalstadium dauert ca. 4 bis 5 Tage. Am Ende dieses Stadiums ist die Körpertemperatur auf normale Werte abgefallen.

Exanthemstadium
Das Exanthemstadium beginnt mit dem zweiten steilen Fieberanstieg. Die Symptome des Prodromalstadiums verstärken sich. Zusätzlich tritt jetzt ein dunkelroter, großfleckiger, unregelmäßig begrenzter Hautausschlag auf, der hinter den Ohren beginnt, sich dann über Gesicht und Hals ausbreitet und nach 3 Tagen auch den Körperstamm und die Extremitäten, also Arme und Beine, bedeckt. Der Hautausschlag ist die Folge einer virusbedingten Schädigung der Blutgefäße, die zu einer erhöhten Durchlässigkeit führt. Wenn der Ausschlag am 4. Exanthemtag die Füße erreicht hat, beginnt das Fieber zu fallen. Verzögert sich die Entfieberung, ist mit dem Auftreten von Komplikationen zu rechen. Bei unkompliziertem Krankheitsverlauf schließt sich an das Exathemstadium die Rekonvaleszenz, d.h. die Erholung, an. Der Hautausschlag verblasst, wobei sich die Haut schuppt. Die übrigen Symptome bilden sich ebenfalls langsam zurück. Die Phase der Erholung dauert ca. 2 Wochen. Gelegentlich treten Sonderformen der Masern auf. Dazu gehören sowohl die abortiven Masern als auch die foudroyanten Masern:

Abortive Masern
Die abortiven, d.h. abgeschwächten, Masern treten auf, wenn der passive Schutz, also Antikörper gegen das Masernvirus, nicht in ausreichender Form zur Verfügung steht. Dies ist der Fall bei Säuglingen ab dem 7. Monat, in seltenen Fällen bei geimpften Kindern sowie bei einer verspäteten oder unterdosierten Gabe von Antikörpern. Genaueres dazu ist im Abschnitt zur Therapie zu finden. Diese Sonderform der Masern ist durch eine verlängerte Inkubationszeit sowie abgeschwächte Symptome gekennzeichnet. Die Gesamtdauer der Erkrankung ist verkürzt. Manchmal wird diese Form auch als mitigierte Masern bezeichnet.

Foudroyante Masern
Die foudroyanten, d.h. plötzlich einsetzenden, Masern sind das genaue Gegenteil der abortiven Form. Sie werden bei Patienten mit Abwehrschwäche beobachtet und treten selten auf. Die Inkubationszeit ist verkürzt und die Symptome besonders schwer. Dazu gehören die Hyperpyrexie, d.h. ein länger anhaltender Fieberanstieg über 40°C, Krämpfe, Blutungen von Haut und Schleimhäuten sowie ein plötzlich verblassender Hautausschlag infolge Kreislaufschock und Tod.

Diagnose
Die Diagnose wird klinisch anhand des typischen Krankheitsverlaufes mit der zweigipfligen Fieberkurve und des charakteristischen Ausschlags gestellt. Im Frühstadium der Erkrankung können im Nasensekret Riesenzellen nachgewiesen werden. Ca. ab dem 2. Exanthemtag können spezifische IgM-Antikörper für ca. 4 bis 6 Wochen nachgewiesen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht im Nachweis eines Anstieges der Menge der Antikörper, eines so genannten Titeranstieges.

Therapie
Wie bei den meisten Virus-Erkrankungen steht ein spezifisches Medikament, wie z.B. die Antibiotika bei bakteriellen Erkrankungen, bisher nicht zur Verfügung. Die Therapie erfolgt daher symptomatisch. Pflegerische Maßnahmen und Bettruhe stehen im Vordergrund. Bei einer Infektion der Bindehaut des Auges, die mit Lichtscheu einhergeht, sollten die Patienten in abgedunkelten Räumen untergebracht werden. Treten Komplikationen auf, sind diese gezielt zu behandeln. Bei nichtimmunen Menschen, also bei Menschen, die nicht gegen Masern geimpft wurden, kann der Ausbruch der Erkrankung bis zum 4. Tag nach der Ansteckung durch die Gabe von Gammaglublin, also Antikörpern, verhindert werden.
Komplikationen
Komplikationen sind verhältnismäßig häufig. Es wird angenommen, das bei jedem 5. Patienten Komplikationen auftreten. Dabei können durch das Masernvirus selbst als auch durch zusätzliche bakterielle Infektionen bedingte Komplikationen unterschieden werden. Eine weitere Gefahr für Komplikationen ergibt sich aus der vorübergehenden Schwächung der Immunabwehr.

Komplikationen durch das Masernvirus
Davon können die Atemwege, Organe der Bauchhöhle sowie das Gehirn betroffen sein. Da diese Komplikationen direkt durch das Masernvirus verursacht sind und kein Medikament gegen dieses Virus existiert, besteht die Therapie lediglich in der Behandlung der Symptome, gegebenenfalls in einer Operation. An den Atemwegen kann es zur Ausbildung einer Bronchitis sowie einer Masernpneumonie , also einer Lungenentzündung, kommen, die in Entwicklungsländern für bis zu 25% der Todesfälle verantwortlich ist. In der Bauchhöhle wird häufig eine Schwellung von Lymphknoten beobachtet, die mit starken Bauchschmerzen einhergeht. Von besonderer Bedeutung ist die masernbedingte akute Appendizitis , also eine Blinddarmentzündung, die meist eine Operation erforderlich macht. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die Masernencephalitis , also eine Gehirnentzündung, die sich ca. 3 bis 10 Tage nach Auftreten des Exanthems ausbildet. Sie tritt bei ca. 1 von 1000 Patienten auf und verursacht Bewusstseinstörungen, Krämpfen bis hin zu epileptischen Anfällen sowie Lähmungen. Bei ca. jedem 3. Patienten mit Masernencephalitis muss mit bleibenden Schäden gerechnet werden. Diese reichen von Lähmungen bis zur geistigen Behinderung. Die Letalität (Sterblichkeit) der Masernencephalitis ist mit ca. 25% hoch.

Komplikationen durch bakterielle Superinfektion
Ein Hinweis auf eine bakterielle Superinfektion besteht, wenn es während des Exanthemstadiums nicht zur Entfieberung kommt, bzw. das Fieber mit einem 3. Gipfel erneut ansteigt. Von einer bakteriellen Superinfektion spricht man, wenn es neben der Infektion mit dem Masernvirus zu Infektionen mit verschiedenen Bakterien kommt. Hiervon sind insbesondere das Zahnfleisch mit einer Stomatitis ulcerosa, das Auge mit einer Keratitis, die zur Erblindung führen kann, sowie das Mittelohr mit einer Otitis media betroffen. Die Therapie kann hier je nach Art der Bakterien gezielt mit Antibiotika erfolgen.

Komplikationen durch Schwächung der Immunabwehr
Infolge der Maserninfektion kommt es zu einer vorübergehenden Schwächung der Immunabwehr. Diese Form der Komplikationen ist in den Entwicklungsländern von besonderer Bedeutung. Bei Personen, die durch eine Mangelernährung von vornherein in ihrer Immunabwehr beeinträchtigt sind und die bereits an anderen Erkrankungen leiden, kann es zu einer Verschlechterung dieser Erkrankungen kommen. Besonders zu erwähnen sind hier Infektionen mit Parasiten oder die Tuberkulose. Bei Patienten mit Tuberkulose kann es zu einer Generalisation der Erkrankung kommen, d.h. zu einer Ausbreitung im gesamten Körper, die häufig zum Tode führt.

Letalität, Sterblichkeit
Die unkomplizierte Masernerkrankung verläuft in den Industrienationen nicht tödlich. Treten allerdings Komplikationen auf, führt dies zu einem sprunghaften Anstieg der Sterblichkeit (Letalität). Besonders zu erwähnen sind hier die Masernpneumonie sowie die Masernencephalitis mit einer Sterblichkeit von jeweils 25%. Hier sei nochmals an die Zahlen der WHO erinnert: Jedes Jahr versterben 1 Million Menschen weltweit, vor allem in den Entwicklungsländern, an den Masern!

Prophylaxe
Die Erkrankung kann durch die Masernschutzimpfung verhindert werden bzw. in ihrem Verlauf abgeschwächt werden, sodass keine Komplikationen auftreten. Die ständige Impfkomission des Robert-Koch-Institutes geht erst bei zweimaliger Impfung vom Bestehen eines vollständigen Impfschutzes aus:
Die Erstimpfung sollte im Alter von 11-14 Monaten, d. h. nach dem Verschwinden der mütterlichen Antikörper, erfolgen. Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe bewirken bei über 90 % der einmal Geimpften einen ausreichenden Impfschutz. Bei bis zu 5 % der Impflinge zeigen sich -meist in der 2. Woche nach der Impfung- die sog. Impfmasern, welche mit mäßigem Fieber, einem flüchtigem Exanthem und Krankheitssymptomen im Bereich der Atemwege einhergehen. Die durch die Impfung bewirkte Immunantwort ist nach ca. 4-6 Wochen nachweisbar.
Die empfohlene Zweitimpfung kann bereits vier Wochen nach der Erstimpfung erfolgen und soll den Kindern, die als welchen Gründen auch immer bei der Erstimpfung keine Impfimmunität entwickelt haben, in einem zweiten Anlauf letztlich zu Impfschutz verhelfen. Es handelt sich also nicht um eine Auffrischungsimpfung, sondern um eine zweite Chance bei primären Impfversagern. Die Wahrscheinlichkeit des Auftreten von Impfschäden ist verglichen mit der Wahrscheinlichkeit des Auftretend von Komplikationen der Erkrankung gering! Näheres ist unter Allgemeines ausgeführt.
Nichtgeimpfte Kinder sollten den Kontakt mit erkrankten Personen vermeiden, um der Ansteckung vorzubeugen. Bei ungeimpften aber immungesunden Kontaktpersonen kann der Ausbruch der Erkrankung durch eine rechtzeitige postexpositionelle (nach Erregerkontakt stattfindende) Impfung wirksam unterdrückt werden. Bei abwehrgeschwächten und chronisch kranken Patienten ist eine nachträgliche Prophylaxe in Form einer passiven Immunisierung durch die Gabe von spezifischen Antikörpern (humane Gammaglobuline) innerhalb von 2-3 Tagen nach Kontakt möglich.

Was Eltern zu Hause tun können:Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken. Sorgen Sie für Bettruhe, soweit das Kind dies mitmachen will. Bei Fieber sollte Ihr Kind möglichst trinken.Bei Bedarf können Sie auch Wadenwickel machen oder nach Absprache mit dem Arzt Fieberzäpfchen geben. Während der Masernerkrankung reagieren manche Kinder sehr empfindlich auf Licht. Sie fühlen sich in leicht abgedunkelten Räumen am wohlsten. Direkter Lichteinfall sollte auf jeden Fall vermieden werden. Bei starkem Hustenreiz können Sie - ebenfalls nach Absprache mit dem Arzt - hustenstillende Medikamente geben. Eine feuchte Raumluft kann in der Nacht hilfreich sein. Sie können beispielsweise feuchte Handtücher im Zimmer aufhängen. Bei folgenden Symptomen sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen: anhaltendes hohes Fieber, Ohrenschmerzen, Kurzatmigkeit oder Atemnot, starke Kopfschmerzen, steifer Hals, Nackenschmerzen, brennende lichtempfindliche Augen. Schicken Sie ihr Kind erst ein bis zwei Wochen nach der Krankheit wieder in den Kindergarten oder in die Schule, damit sich seine Abwehrkräfte erholen können. Direkte Ansteckungsgefahr ist bis zum Abklingen der Symptome gegeben.

Prognose
Die Prognose der Erkrankung wird durch das häufige Auftreten der Komplikationen bestimmt. Sie ist, wenn keinerlei Komplikationen auftreten, gut.

Rechtliches
Nach dem Infektionsschutzgesetz [210 KB] , das in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist, ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung, der Tod sowie der direkte und indirekte Nachweis des Erregers namentlich zu melden.


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